Travel blog about 186 Days in South East Asia and India

Ho Chi Minh City, Mekong Delta, Long Hai & Mui Ne

04/07/2011

Hi Leute,

Wir kommen uns vor wie Pauschaltouristen, mit ca. 25 Personen sitzen wir in einem Bus auf dem Weg in das so genannte Mekong Delta. Die südlichste Region Vietnams in der sich der Mekong durch verschiedenen Abzweigungen ins Meer ergießt verspricht einige gute Eindrücke. Wir freuen uns zwar auf die zwei Tage aber haben uns schon vorgenommen danach wieder individueller zu Reisen. Die Tour gebucht haben wir letztlich aus organisatorischen und finanziellen Gründen. Es dauert eine ganze Weile einen solche Tour selbst zu organisieren und kostet deutlich mehr.

Ho Chi Minh City (HCMC) gefällt uns ganz gut. Wir haben uns den Wiedervereinigungspalast, den Ben-Thanh-Markt und das Kriegsrestemuseum angesehen. Vor allem letzteres war interessant und verstörend zugleich. In dem Museum wurden Geschichten und Bilder des Vietnamkrieges ausgestellt die einem die Grausamkeit und Zerstörung von Krieg ziemlich nah gebracht haben. Von Geschichten und Bildern im Krieg erschossener Zivilisten bis zu deformierten Körpern von Kindern die an den Spätfolgen von chemisch eingesetzter Waffen leiden. Selbst in den späten 90er Jahren wurden noch Kinder mit fatalen genetischen Defekts geboren.

Gestern haben wir uns die Cu Chi Tunnel, ca. 1,5 Std von HCMC entfernt, angesehen. Diese haben dem Viet Cong während des Vietnamkrieges ermöglicht ein großes Gebiet garnicht weit von HCMC zu beherrschen und dabei zu großen Verlusten bei den Amerikanern zu führen. Die Amerikaner und Südvietnamesen haben versucht das Gebiet mit massivem Einsatz von Bomben und chemischen Waffen zu übernehmen, es aber nie wirklich geschafft. Die Führung durch Teile des Gebietes und schmale Tunnel haben einen guten Eindruck gegeben wie die Menschen damals monatelang gelebt haben. Klaustrophobie wäre hier auf jeden Fall fehl am Platz gewesen.

Nach der Mekong Delta Tour wollen wir uns noch Chinatown von HCMC ansehen bevor es weiter Richtung Norden geht.

Viele Grüße,
Maya & Olli

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11/07/2011

Hey Freunde,

Wir sind gerade im Bus nach Da Lat welches bereits zum Hochland von Vietnam zählt. Das fast 1500 Meter hohe Gebiet um Da Lat verspricht ein angenehmes Klima.

Die letzten Tage haben wir an der Küste verbracht, zuerst in dem Fischerdorf Long Hai und dann in dem Urlaubsort Mui Ne. Am wichtigsten war uns dabei dem ‘durchschleusen’ von Touristen durch irgendwelche Sehenswürdigkeiten zu entkommen wie es uns im Mekong Delta passiert ist. Grundsätzlich war das Mekong Delta zwar sehenswert, jedoch wurde unsere Gruppe nach jeder Sehenswürdigkeit wie zum Beispiel einer Reisnudelfabrik oder einer Farm zum ‘gemütlichen’ verweilen im zugehörigen Shop und Restaurant eingeladen. Offensichtlich um die Touristen um weitere Dong (Vietnamesische Währung) zu erleichtern.

Dem unangenehmen Gefühl nur ein wanderndes Portmonee zu sein zu entfliehen haben wir uns dann auf den Weg nach Long Hai gemacht. Das etwas größere Fischerdorf, dessen Strand sich großer Beliebtheit unter den Einheimischen erfreut, war eine gute Gelegenheit ein bisschen Sonne zu tanken. Naja, zumindest morgens. Damit, dass es nachmittags oft anfängt zu Regnen, haben wir uns bereits arrangiert.

Die Fahrt nach Mui Ne hat uns dann letztendlich deutlich bewiesen, dass das individuelle Reisen viel abenteuerlicher und spannender ist. Wir haben uns in einem lokalen Bus wiedergefunden der nach und nach komplett mit Waren und Menschen vollgestopft wurde. Da wir einfach zum Busbahnhof gelaufen sind ohne über den Fahrplan informiert zu sein mussten wir eine Stunde warten, hatten aber dadurch auch eine guten Sitzplatz der hier Gold wert ist. Den Trubel von Menschen die im Gang auf Reissäcken sitzen, Kindern die in den verschiedensten Positionen schlafen und eine ‘Ticketfrau’ die ständig über all diese Menschen klettert sobald neue Passagiere einsteigen haben wir richtig genossen.

In Mui Ne haben wir uns dann auch einen Roller gemietet mit dem wir über eine wunderschöne Küstenstraße zu tollen roten und weißen Sanddünen gefahren sind. In Erinnerung bleiben wird uns der Küstenort aber wohl hauptsächlich wegen dem in Butter und Knoblauch gebratenen Fisch den wir gestern Abend in einem Open-Air-Straßenrestaurant direkt am Meer gegessen haben. Die Delikatesse, die wir uns vorher noch lebend im Wasserbecken ausgesucht haben hat gerade mal 3,50 Euro gekostet – da schmeckt es direkt noch besser.

Das wars für heute, gleich werden wir mit dem Bus über Serpentinen nach Da Lat hochklettern, da will ich nicht auf einen kleinen Bildschirm sondern auf die Straße schauen.

Viele Grüße,
Maya & Olli

PS: Hier gibt’s neue Fotos – https://picasaweb.google.com/112572515373919673739/06190712BattambangPhnomPenhSenMonoromKompongChamHCMCMekongDeltaLongHaiMuiNe?authuser=0&feat=directlink

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2 responses

  1. Mamas and Papas

    Was dem einen so schmeckt, muss der andere nicht mögen – Olli steht wohl eher auf Fisch in Knoblauchbutter, Maya bevorzugt Krabbelviecher – mutig, mutig. Gab es danach wenigstens Reisschnaps? Wir sammeln schon die heimischen kleinen Schwestern der asiatischen Spezies … für die Begrüßungsparty. Den Magenschnaps haben wir auch … just in case .

    July 15, 2011 at 00:55

    • Die Grillen waren nicht so der Hit und Reisschnaps gab es auch keinen. Dann doch lieber der Fisch in Knoblauchsoße…

      July 24, 2011 at 17:26

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