Travel blog about 186 Days in South East Asia and India

Ninh Bin, Hanoi, Ha Long Bay & Cat Ba Island

24/07/2011

Hey Leute,

Wir sind gerade auf dem Weg zurück nach Hanoi um morgen Abend in den hohen Norden Vietnams zu fahren, nach Sapa. Die letzten Tage waren landschaftlich gesehen ziemlich unterschiedlich. Nur eins hatten alle gemeinsam, es war wahnsinnig heiß und die Luftfeuchtigkeit war ziemlich hoch. Wir haben also versucht uns mit genug Flüssigkeit zu versorgen, haben grundsätzlich in klimatisierten Räumen geschlafen und freuen uns auf das kühlere Sapa.

In Ninh Bin sind wir mit einem kleinen Ruderboot durch eine tolle Landschaft geschippert, vorbei an Reisfeldern und Kalksteinformationen. Manche der riesigen Felsbrocken sind so unterschwämmt, dass man durch mehrere Meter von Höhlen fahren kann. Das ganze Gebiet konnten wir uns dann auch von einem der Kalksteinfelsen ansehen nachdem wir (gefühlte) tausend Treppenstufen hinaufgeklettert sind.

Nach der kleinen Stadt Ninh Bin ging es in andere Dimensionen und zwar in die Hauptstadt Hanoi. Da wir auf dem Weg dorthin eine vietnamesische Studentin kennengelernt haben, die unter anderem Deutsch lernt, sind wie in einem günstigen Hotel nahe des Altstadtzentrum gelandet. Die Straße in der das “Hello Vietnam” liegt könnte man sich nicht Asiatischer vorstellen. Sie ist ein wenig zu klein für Autos was die unzähligen alten, laut knatternd und hupenden Mopets nicht daran hindert darüber herzufallen. Links und Rechts am Rand der Gasse ist dann das typische treiben im Gange. Ein Kiosk verkauft verpackte Waren die an die Häuserwand genagelt sind, eine Frau zerhackt Fleisch das sie zum Verkauf anbietet, ein Motofahrer pinkelt an einer freien Stelle gegen eine Mauer, frische Pho (Nudelsuppe mit Fleisch) kann man an winzigen Tischen mit noch winzigeren Stühlen genießen während sich nebenan zwei Frauen lautstark über den Preis einer bereits gerupften Ente streiten.

Nach weiterem Sightseeing in Hanoi haben wie uns dann auf den Weg zur Ha Long Bucht gemacht, ein weiteres Gebiet, dass von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert ist. In der beeindruckenden Bucht verteilen sich insgesamt 2000 Kalksteininseln verschiedener Größe an denen wir mit einem Touristenboot entlanggefahren sind. Die tollen Eindrücke haben schnell die lange und stressige Anreise vergessen lassen.

Apopo Anreise. Wie einige vielleicht schon mal auf Bildern, im Fernsehen oder live gesehen haben, tragen viele Asiaten einen Mundschutz. Der kann im Straßenverkehr, am Essensstand oder dann genutzt werden wenn mehrere Menschen nahe beieinander sind. Als Mundschutz dienen Einmalmasken wie die von Ärzten, Masken die gefälschte Markennamen aufgedruckt haben, ein Handtuch oder manchmal auch die bloße Hand. Auf der knapp 4stündigen Reise von Hanoi zur Ha Long Bucht haben wir bei einem unserer Beifahrer aber eine weitere Mundschutztechnik kennengelernt – die Brötchentechnik. Der Kollege hat es nämlich tatsächlich hinbekommen sich die ganze Zeit lang eins der hier traditionellen kleinen Baguettes vor Nase und Mund zu halten um so “gefilterte” Luft zu atmen. Zuerst haben wir gedacht er würde einfach den Brötchengeruch mögen aber nach ein paar Minuten waren wir dann sicher, dass es sich dabei um einen Mehl-Hefe-Wasser-Mundschutz handelt. Ihr könnt euch vorstellen wie schwer es uns gefallen ist nicht laut loszulachen. Die Frage die euch jetzt sicher brennend interessiert kann ich euch aber leider nicht beantworten – ich weis nicht ob er das Baguette noch gegessen hat oder nicht. =)

Nachdem wir uns von dem Touristenboot auf der einzigen bewohnten Insel des Ha Long Gebietes (Cat Ba) haben absetzen lassen kam die Erkenntnis, dass wir wohl mitten in den Anfang der vietnamesischen Ferien geraten sind. Vor allem Cat Ba Stadt war komplett mit vietnamesischen Touristen übervölkert. Wir hatten also nicht nur Probleme überhaupt eine Unterkunft zu finden sondern mussten dazu für Unterkunft und auch Verpflegung gut den doppelten Preis zahlen. Wir sind dann schnell mit einem gemieteten Roller in das innere der Insel geflüchtet wofür wir mit tollen Panoramablicken und teils tollen Straßen am Meer belohnt wurden. Abends haben wir dann mit Peter und Patrick aus Australien zusammengesessen um ein Bierchen vor dem Abendessen zu trinken. Das mag sich nicht erwähnenswert anhören wären die beiden nicht bereits 77 Jahre alt und für einen Monat mit ihren Backpacks durch Südostasien reisen würden. Die beiden Freunde von früher haben vor einiger Zeit beschlossen noch ein bisschen was von der Welt zu sehen und hatten bis jetzt offensichtlich ziemlich viel Spaß auf ihrem Trip. “Es ist einfach ne tolle Möglichkeit noch etwas von der Welt zu sehen!” meint Patrick “… außerdem ist es auch mal angenehm eine Pause von der Frau und den Enkelkindern zu haben” zwinkert Peter uns lächelnd zu und hebt sein zweites Bier zum Gruß welches kurz vorher serviert wurde.

Viele Grüße,
Maya & Olli

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One response

  1. Mamas and Papas

    Es ist also nie zu spät – das Beispiel von Peter und Patrick macht uns Mut. Dann hätten wir noch ein paar Jährchen Zeit, bis wir uns auf den Weg machen … falls die Rente reicht.
    Wir wünschen euch viel Ausdauer auf den – so hört man – etwas weniger komfortablen Straßen in Laos.

    July 29, 2011 at 22:16

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