Travel blog about 186 Days in South East Asia and India

Sapa, Dien Bien Phu & Muang Khua

31/07/2011

Servus!

Wir befinden uns gerade auf dem Nam Ou, einem der vielen Flüsse hier in Laos. Zusammen mit zwei Franzosen und drei weiteren Deutschen kommen wir so auf eine bequeme und schnelle Art zu unserem ersten richtigen Ziel in Laos. Dem kleinen Dorf Muang Ngoy.

Sapa war wunderschön. Es lieg hoch in den Bergen an denen meist Reis in trassenförmigen Feldern angelegt wird. Dank eines Tips von zwei Travellern konnten wir in einem traditionellen Haus einer lokalen Familie übernachten. Die Übernachtung mussten wir uns jedoch erst hart erarbeiten. Nachdem wir uns morgens mit Paam, unserer Gastmutter, in Sapa getroffen haben und die Einkäufe erledigt hatten, sind zu fast 7 Stunden zu dem weit hoch in den Bergen gelegenen kleinen Haus von Paams Familie gelaufen. Die Strecke war super schön, hauptsächlich sind wir durch malerische Reisterrassen gewandert.

Das Holzhaus, in dem die 25jährige Paam mit Ihrem Mann, ihren 3 (!) Kindern, ihrem Schwager inklusive dreiköpfiger Familie sowie Schwiegereltern lebt könnte Ursprünglicher kaum sein. Es wird über der offenen Feuerstelle gekocht, der Boden ist aus Lehm, Wasser gibt es nur aus dem Bach der durch das Grundstück läuft und vor dem Haus tummeln sich Hühner, kleine Schweinchen, ein Hund und ein Büffel. Außerdem strahlen vor der Haustür die grünen Reisfelder der Familie während man in der Ferne noch die Stadt Sapa erkennen kann. Der einzige Einzug der Moderne ist eine kleine Wasserturbine im Bach, die das Haus mit genug Strom versorgt um zwei Glühbirnen zu betreiben. Nach dem langen Weg und einem leckeren gemeinschaftlichen Essen sind wir dann auf unserem provisorischen Bett im Reis- und Maislager auf Strohkissen eingeschlafen. Früh sind wir am nächsten morgen schon durch das morgendliche Gewusel aufgewacht. Nach dem Rückweg und einer weiteren Nacht in Sapa hieß es dann langsam aber sicher Abschied nehmen von Vietnam und auf nach Laos.

Die Bustour von Sapa nach Dien Bien Phu und am nächsten Tag nach Muang Khua war anstrengend. Der Tourismus hier in der Region ist kaum ausgeprägt. Mit ungefähr 10 anderen Reisenden und einigen Lokals haben wir uns über nicht asphaltierte kurvenreiche Straßen gequält in viel zu kleinen und überladenen Bussen. Das ist auch der Grund für unsere jetzige Reise mit dem Boot – das ist deutlich schneller und bequemer.

Ansonsten hoffen wir gerade im nächsten Dorf ein bisschen was von unserem Notreserve-Bargeld in Kip eintauschen zu können. Geldautomaten sind hier genauso Fehlanzeige wie die Möglichkeit in Dien Bien Phu an die laotische Währung heranzukommen. Nach dem Kauf des Bootstickets haben wir unsere letzten Kip die wir noch an der Grenze tauschen konnten in zwei Portionen gekochten Reis investiert. Der sättigt am meisten hält ziemlich lange und zusammen mit der restlichen Erdnussbutter die wir haben ergeben die zwei Portionen fast eine Tagesration essen. Wir freuen uns schon bald das Geld tauschen zu können um wieder was richtiges essen zu können. =)

Viele Grüße,
Maya & Olli

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One response

  1. Mamas and Papas

    Hey, wir haben in einem GEO-Heft gelesen, dass sich auch Fremde an dem Mönchsfrühstück im Wat Nong in Luag Prabang um 6.30 Uhr beteiligen dürfen. Also – wenn Ihr wieder mal kurz vorm Verhungern seid, dann ab in den nächstbesten Wat, Ihr könnt dafür evtl. das Notreservegeld spenden, die Währung spielt keine Rolle.
    Oder Olli geht für einige Tage ins Kloster (soll für junge Männer durchaus empfehlenswert sein) – dann kriegt wenigstens er sein Essen umsonst und kann ein Schälchen Reis für Maya rausschmuggeln.

    August 8, 2011 at 17:33

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