Travel blog about 186 Days in South East Asia and India

Kolkata, Bodhgaya, Nalanda & Varanasi

Unglaublich aber wir haben es geschafft Wifi zu finden:

19/08/2011

Hi Leute!

Ich bin nicht sicher wann ich diesen Text hochladen kann, vielleicht auch erst wieder wenn wir in Bangkok sind aber es ist so viel passiert, dass ich alleine schon für uns die Sachen aufschreiben will damit wir uns später besser daran erinnern können. Auch der aktuelle Ort wo wir gerade sitzen motiviert ein paar Zeilen zu schreiben. Wir sitzen auf dem Dach unseres Gästehauses, rechts von uns fließt der breite und hier in Indien sehr verehrte Ganges, links von uns geht gerade die Sonne über den alten Dächern Varanasis unter und es geht ein angenehmes Lüftchen das einige Kinder nutzen um von den Dächern ihrer Familie Drachen steigen zu lassen.

Aber erst einmal von Anfang an. Wie bereits kurz berichtet war Kolkata durchaus ein Sprung ins kalte Wasser. Wir haben uns zwar die Tage davor immer versucht klar zu machen das Indien krasser wird als das was wir in Südostasien bis jetzt gesehen haben, aber in Kolkata haben wir dann schnell gemerkt, dass einen eigentlich nichts auf Indien vorbereiten kann. Es ist so wie eine andere Mitreisende in Kambodscha damals gesagt hat: “Indien ist ‘mal 10’, 10 mal mehr Lärm, 10 mal mehr Schmutz, 10 mal mehr Menschen und so weiter…” Zu alldem kam dann noch der kontinuierliche, andauernde Regen und die komplizierte Suche nach einem Hostel da einige nur inländische Besucher akzeptieren und andere ausgebucht waren. Zum Glück hat das faszinierend gute, vielfältige und gleichzeitig günstige Essen es geschafft, dass wir Indien doch noch nicht verflucht haben.

Nach dem obligatorischen Sightseeing-Programm zur Victoria Memorial, zu einigen Hindu-Tempeln und durch verschiedene interessante Stadtteile Kolkatas sind wie mit dem Zug weiter nach Bodhgaya. Die Züge hier sind sehr angenehm, wenn man die richtige Klasse bucht. Wie haben uns vorgenommen immer Sleeper Class zu buchen. Dies ist eine Klasse höher als die General Class, welche die günstigste und damit auch unglaublich überfüllt ist. In der Sleeper Class hat man reservierte Plätze, die in der Nacht zu Betten umfunktioniert werden. Alles in allem eine gute super günstige Möglichkeit zu reisen – für eine elfstündige Zugfahrt zum nächsten Ziel haben wir nur 3,50 Euro pro Person bezahlt.

Bodhgaya ist ein wichtiger Pilgerort für Buddhisten. Hier erlang der Religion zufolge Buddha seine Erleuchtung nachdem er für 6 Jahre ohne Nahrungsmittel meditierte, seine Lebensphilosophie formulierte und anschließend unter einem nun heiligen Baum Milchreis von einer netten Dame gereicht bekommen hat. Bodhgaya war also super um etwas über den Buddhismus zu lernen. Außerdem haben wir den indischen Independence Day in Bodhgaya miterlebt. Hauptsächlich wird dabei die indische Flagge und Mahatma Ghandi gefeiert. Zelebriert haben wir zusammen mit Kindern einer kleinen Schule, die sich durch Spenden finanziert und Kindern aus armen Familien Zugang zu Bildung ermöglicht. Mit Gesang, kleinen Erläuterungen, was es mit dem Tag auf sich hat, und Süßigkeiten wurde so an den 15. August 1975 erinnert. Hier war dann auch die perfekte Möglichkeit einige der Kullis und Flummies zu verschenken die ich ja nun seit über 4 Monaten mit mir herumtrage.

Der nächste Stopp hieß Nalanda wo sich im vom 5. bis 12. Jahrhundert die größte Universität Asiens befand bevor sie Invasoren zum Opfer fiel. Zu sehen waren nur noch die Reste der Uni und man musste sich vorstellen wie es vor vielen hundert Jahren mit über 10.000 Studenten hier zugegangen sein muss.

Nun sind wie wie bereits erwähnt in Varanasi, eine Stadt die direkt am Ganges liegt und berühmt ist für ihre Ghats (Treppen direkt am Fluss in an denen sich Hinduisten heiligen Waschungen unterziehen) und seinen winzig kleinen Gässchen, durch die keine Autos und selten Motorräder passen. Wir haben uns also einige der Ghats angeschaut an denen teilweise auch Einäscherungen von Toten stattfinden und haben das spirituelle Treiben auf uns wirken lassen. An den Anblick der heiligen Männer, die oft in orange gekleidet sind, Dreadlocks und mit Farbe im Gesicht haben könnte man sich gewöhnen.

Woran man sich vermutlich aber nicht gewöhnen wird ist die Armut die man doch an so einigen Stellen sieht. Oft wird man angebettelt oder sieht mehr als tragische Gestalten. Das können ausgehungerte alte Menschen sein, schmutzige Kinder oder Menschen mit starken Verletzungen oder Krankheiten. Gerne würde man diese Dinge nicht zu nah an sich rankommen lassen, aber dann sind es doch oft die Bilder die man kurz vor dem Schlafen gehen noch einmal vor den Augen hat.

Viele Grüße,
Maya & Olli

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4 responses

  1. Mamas and Papas

    Ob sich Christen auch in Ganges von ihren Sünden befreien können? Schön wäre es. Aber vielleicht ist es nicht nötig, weil Maya einen göttlichen Namen trägt.
    Die altindische Gottheit Maya gilt in Indien als Weltenmutter und Göttin der Illusion. Ihr werden ganz besondere Kräfte zugeschrieben, denn im Hinduismus glaubt man, dass Maya das Universum geschaffen hat und verehrt sie daher als „Schöpfergöttin” (Ende Zitat).
    Es heißt auch, die Mutter von Siddhartha Gautama (dem späteren Budha) Maya hieß. Na …. wenn das nicht alle Türen öffnet (!?)

    Wir denken an euch jeden Tag!

    August 25, 2011 at 00:06

  2. Liat

    Hey Maya and Oly!
    This is Liat, we met in Omkarishwar 🙂 I don’t understand a word that is written here, but just wanted to let you know I checked out your site and it looks great! I’m certain the content is ever greater… 😛 enjoy the rest of India, it was really nice meeting you Xoxo

    August 31, 2011 at 06:51

    • Sir , don’t you have transliteration software , first this blog appeared in German language and then I saw a sign indicating ” translate it in English ” and I did , then the whole story came in English , I read it ,it sounds like a nice trip

      July 30, 2016 at 18:07

  3. Matthias

    Ok, alles schön und gut, aber jetzt könnt ihr dann auch wieder nach Hause kommen. Matthias

    September 2, 2011 at 17:09

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